Durch die Landschaft Savoyens geht's zuerst nach Annecy
Annecy ist Hauptstadt des Départements Haute-Savoie und hat 50.254 Einwohner. Sie ist die Alpenstadt 2012
In der auf einer Anhöhe mit Blick über die Stadt gelegenen Wallfahrtskirche La Visitation und dem dazugehörenden Kloster der Heimsuchung Mariens werden Reliquien des berühmtesten Sohnes der Stadt, des heiligen Franz von Sales, verehrt.
Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Annecy stammt aus dem Jahr 1107, als zwischen der ersten Kirche St. Maurice und dem im Bau befindlichen Schloss der Ort errichtet wurde. Er entstand an der Stelle einer römischen Siedlung, in deren Nähe ein Römer namens Annicius ein Landhaus gehabt hatte.
1401 ging der Ort von den Grafen von Genf an das Haus Savoyen. 1444 wurde Annecy Hauptstadt von Savoyen.
Mit dem Aufkommen des Calvinismus im nahen Genf wurde die Stadt zu einem Zentrum der Gegenreformation; der Genfer Bischofssitz wurde hierher verlegt.
Nach dem Anschluss Savoyens an Frankreich im Jahr 1860 wurde Annecy die Hauptstadt des neuen Départements Haute-Savoie.
Dominiert wird die Stadt von der auf einem Hügel im Stadtzentrum gelegenen mittelalterlichen Burg Annecy.
Die spätgotische Kirche Saint-Pierre aus dem 16. Jahrhundert ist Kathedrale des seit 1822 bestehenden römisch-katholischen Bistums Annecy.
Inmitten des Flusses Thiou steht das Palais de l’Isle, ein festes Haus mit Wurzeln im Mittelalter, das heute unter anderem als Heimatmuseum genutzt wird.
Annecy liegt an der Nordspitze des 27 km² großen Lac d’Annecy.
Von Annecy geht's weiter in den Südwesten nach Chambéry.
Diese Stadt mit rund 60.000 EW liegt in der Region Rhône-Alpes und ist der Sitz
der Präfektur des Départements Savoie. Ganz in der Nähe liegen die Naturparks "Massif des Bauges und La Chartreuse" Im Norden der Stadt lieg der Lac du Bourget, der größte Natursee Frankreichs, der von Fluss Leysee gespeist wird, der auch die Stadt durchquert
Unser erster Weg führt direkt zum
Chateau Chambéry, um vor der Weiterfahrt das Schloss zu besichtigen - leider sperren sie erst um 14:30 auf.
Das heißt wir nehmen gleich das Mittagessen ein
Anschließend noch ein Rundgang und einige Bilder
Naturlich auch vom Elephantenbrunnen
Dazu ein Schnappschuss von Renate und Resi
Am Weg in den Süden kommen wir auch an Grenoble vorbei - tatsächlich nur vorbei
Herrlich die Kulisse rund um Grenoble
Nach so viel Natur mussten wir noch Kultur nachlegen
Saint-Guilhem-le-Désert
ist eine französische Gemeinde mit 263 Einwohnern
Heute bildet das Dorf mit seinem Kloster eine große Touristenattraktion. Es ist als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.
Der mittelalterliche Ort liegt im Tal des Verdus, der ganz in der Nähe in den Fluss Hérault mündet. Der Hérault bildet dort eine enge Gorge (Schlucht), die unter dem Namen Gorges de l’Hérault bekannt is
Der mittelalterliche Ort, der am Pilgerweg nach Santiago de Compostela liegt, ist gut erhalten geblieben. Wilhelm von Aquitanien soll hier aus Buße um das Jahr 804 das Kloster von Gellone gegründet haben.
Als Erbauer gilt Herzog Wilhelm von Aquitanien und Toulouse (Guilhem de Toulouse) „Kurznase“ genannt, ein Enkel Karl Martells und erfolgreicher Militär Karls des Großen. Schon bald nach seinem Tod wurde Wilhelm hoch verehrt und sein Grab ist bis in die Gegenwart eine bedeutende Etappe der Jakobspilger auf der Via Tolosana, einem der französischen Abschnitte des Jakobsweges nach Santiago de Compostela. Mit der Heiligsprechung Wilhelms im Jahr 1066 und der damit einhergehenden Zunahme der Pilgerströme zu seinem Grab wurde Gellone unter seinem neuen Namen „Saint-Guilhem-le-Désert“ bekannt.
Seit 1998 ist es als Teil des Weltkulturerbe der UNESCO „Jakobsweg in Frankreich“ ausgezeichnet.
Eine tragische Geschichte hat das Kloster am Ende des 19. Jahrhunderts erfahren. Mit Geldern von John D. Rockefeller II. wurde ein großer Teil des Kreuzgangs demontiert und später im New Yorker Museum The Cloisters mit Originalen anderer europäischer Kloster vermischt wieder aufgebaut. Daher ist der entstandene Schaden besonders groß. Aber auch das Archäologische Museum in Montpellier und weitere private Sammler hatten Zugriff auf dieses Kulturgut. Noch heute sind die Verluste deutlich erkennbar.

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