Mittwoch, 23. Mai 2012

17.5. Marseille


Am 7.Tag unserer Reise kommen wir nach Marseille. Die Stadt kann auf eine 2.600 jährige Geschichte zurückblicken und ist damit die älteste der großen Städte Frankreichs. Marseille wurde von Griechen gegründet, die in einer der schönsten Buchten des Mittelmeeres im heutigen Alten Hafens 600 v. Chr. an Land gingen. Mit 800.000 EW ist sie die 2. größte Stadt Frankreichs und die wichtigste Hafenstadt.

Das Stadttor  Porte d'Aix, ein Triumphbogen, wurde 1833 zur Erinnerung an die Revolution und das Erste Kaiserreich errichtet 
                                                    


Die Stadt wird von der Basilika Notre-Dame-de-la Garde überstrahlt. Die neubyzantinische Kirche mit der vergoldeten Marienfigur auf dem Glockenturm ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde um die Mitte der 19. Jh. von Espérandieu an der Stelle einer alten Wallfahrtskapelle errichtet



                                  
Der mächtige Bau ist im Inneren mit Marmour verkleidet und mit goldglänzenden Mosaiken geschmückt, eine Menge Votivtafeln bedecken die Wände
                                                 
Vom Vorplatz ergibt sich ein lohnender Rundblick über die Stadt:
auf den Hafen                                              

auf Château d'If, eine Festung und ehemaliges Gefängnis
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          





Das Palais du Pharo im Pharo-Park war einst die Residenz der Kaiserin Eugenie,
der Gattin Napoleons III.                                                                                      

Blick auf das Hotel de Ville im Alten Hafen mit der Fassade aus dem 17.Jh.
 
 
Den Nachmittag nutzen wir für einen Rundgang im Gebiet der Altstadt um den Alten Hafen und besuchen das Kulturzentrum Centre de la Vielle Charité
 
darin wird gerade eine umfassende Hundertwasser-Ausstellung gezeigt
 
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Den Abschluss des Rundgangs bilden die in der Nähe gelegenen Kathedralen: die alte Kathedrale Vieille Major, deren romanische Bauwerk aus der Mitte des 11. Jhs teilweise dem Neubau der........                                
neuen Kathedrale Nouvelle Major  (1852-1893) - einem aus grünem und weißem Stein errichteten Monumentalbau von 140m Länge und einer Kuppel mit 70m - weichen. Diese wurde nach dem Vorbild der Hagia Sophia in Konstantinopel im romantisch-byzantinischem Stil errichtet.  Sie erinnert an den Baustil von Notre Dame de la Garde, die erhöht gegenüber liegt. Sie wurde von Vaudoyer, Espéradieu und Revoil entworfen                                                    
und gilt als grösste Kathedrale, die in Frankreich seit dem Mittelalter gebaut wurde
 
     
 
Natürlich darf auch die Esskultur Frankreichs nicht zu kurz kommen. Wir besuchen das Restaurant Paul im Alten Hafen Gebiet und genießen das typische Gericht Marseilles 
eine Bouillabaisse                                    
Als uns der Garcon die Menge an Meeresfrüchte zeigte, die in unsere
 
 Bouillabaisse kommen soll, zweifen selbst die tüchtigsten Esser, dies schaffen zu können.
 Aber die Qualität sprach für sich - es blieben nur die Gräten
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16.5. Pont du Gart - Uzès - Nîmes - Arles

Der 6.Tag unserer Provencereise : Das erste Ziel ist die römische Aquäduktbrücke, der  Pont du Gard  (Brücke über den Gard, heute Gardon). Die Brücke - nach neueren Forschungen in der Mitte des 1. Jh n. Chr. erbaut - stellt ein Stück der Wasserleitung von Uzés nach Nîmes dar. Die Leitung war 50km lang und hatte ein durchschnittliches Gefälle von 24cm je km. Die Brücke ist 48m hoch
                                                                         
                        

Anschließend besuchen wir das mittelalterliche Städtchen Uzés. Am Fuße der Stadt liegt das kleine Tal der Eure, wo die Quelle des Flüsschens gleichen Namens entspringt, dessen Wasser mit der römischen Wasserleitung die Stadt Nîmes versorgte. Die Stadt liegt auf einem Hügel im Dreieck der Städte Alès (32 km) im Nordwesten, Avignon (40 km) im Osten und Nîmes (22 km) im Süden gebildeten Dreieck..




Tour Fenestrelle, der 42m hohe romanische Glockenturm der zerstörten romanischen Kathedrale  Saint-Théodorit in Uzés, die heutige Kathedrale stammt aus dem 17.Jh.

         

Die 1160 gebaute Orgel ist mit Läden umrahmt, die während der Fastenzeit geschlossen wurden, sie zählt zu den schönsten Orgeln Frankreichs

Die kleine Stadt wird vom Feudalschloss Duché der Herzöge von Uzés aus dem 13. bis 14. Jh. beherrscht
 
Im Innenhof eine prächtige Renaissancefacade von Philibert Delorme aus 1550

In Nimes halten  wir vor dem gut erhaltenden römischen Tempel Maison Carrée, der in der Zeit Augustus entstand und heute ein Wahrzeichen Nimes bildet                                                                                               
Das Stadtbild von Nimes wird natürlich  -  zumindest aus der Luft - vom Amphitheater geprägt





Das letzte Ziel heute ist Arles, die Stadt "vor den Sümpfen" (Ar-laith) wie die Kelten den Ort nannten.
Gaius Julius Caesar machte 46 v Chr das heutige Arles zu einer Militärkolonie

 
Mit St. Trophime steht hier die schönste romanische Kirche der Provence. Die erste Basilika, eine Stephanskirche wurde im 8.Jh von den Sarazenen zerstört - ab 700 n. Chr. drangen die ersten islamischen Völker ein.
In der Karoligerzeit begann der Wiederaufbau und 1152 wurden die Reliquien des Hl. Trophime überführt, dem zugleich die Kirche geweiht wurde. Am 30. Juli 1178 wurde Friedrich Barbarossa hier gekrönt und König René hat hier Jeanne de Laval geheiratet
 
Das Glanzstück der Hauptfassade bildet das Doppelportal mit reichem plastischen Bildschmuck. Es enstand um 1180 und ähnelt dem Portal der Kirche von St. Gilles.
In der Lunette über dem Architrav ist Christus auf dem Thron umgeben von den vier Evangelisten dargestellt, darunter in sitzender Position die 12 Apostel

Der Kreuzgang der Kirche bildet ein besonderes Juwel, an den Säulen werden Apostel und Heilige dargestellt: an dieser Säule Petrus, der hl. Trophime (in Zentrum des Bildes) und der Evangelist Johannes (rechts)
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Sakral- und Profanbauten halten sich in Arles in Punkte Schönheit die Waage z.B. am Place de la Republik mit dem Hôtel de Ville, mit einer Fassade aus dem 17. Jh. und einem Uhrturm aus dem 16.Jh., der eine Statue des Gottes Mars (Bronzemann) an der Spitze trägt.
Links vom Hôtel de Ville das Museum heidnischer Kunst, das seit 1805 in der ehem. Kirche Ste-Anne untergebracht ist, und dem Obelisk  aus dem 17.Jh, der früher im römischen Zirkus das Ziel der Wagenrennen markierte                          


Natürlich müssen wir in Arles auch Vincent van Gogh unsere Referenz erweisen, der 1888-89 hier lebte. Schließlich stammen nicht weniger als 200 Gemälde und 100 Zeichnungen aus dieser Schaffensperiode. Das "Gelbe Haus" in dem der Maler wohnte wurde leider zerstört. Wir besuchen aber den Garten des Spitals in Arles, den er malte


 

So wie das Cafe und die Zugbrücke
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