Donnerstag, 17. Mai 2012

15.5. Orange - Gordes - Kloster Senanque - Avingnon

Heute am 5.Tag stehen Orange, das Lavendelmuseum, Gordes, das Kloster Senanque und Avignon auf unserem dichten Program                                                                                                                                               
Das erste Ziel in Orange ist das römische Monumentalstadttor ("Triumphbogen"), das im Norden der Stadt steht und um 20 v Chr entstand                                                                                                                          

Das Theatre antique bildet die größte Touristenattraktion der Stadt. Es ist das größte und am besten erhaltene Bauwerk dieser Art                                                                                                                                                                                        

Besonders eindruckvoll ist die Akustik, jährliche werden große Opern aufgeführt
                                       
 
 Auf dem Weg nach Gordes besuchen wir noch das Lavendelmuseum
 
mit einem interessanten Film über den Lavendelanbau und die Verarbeitung; natürlich auch reichlich Zeit zum Shoppen                                                                                                                                                                             

Anschließend geht es ins mittelalterlich anmutende Städtchen Gordes,
                                                                                                                                                                                                             
den Weg dorthin säumen die Straßen für die Gegend typische Steinmauern                                                                      
eine Art Stein-Iglus, die ursprünglich zwischen 1400 und 1800 entstanden, als das Holz knapp wurde                                                         
Das Schloss von Gordes wurde im 16. Jh an die Stelle einer Burg aus dem 12. Jh errichtet

von der Anhöhe des Ortes ergeben sich schöne Ausblicke in die Umgebung
 
                                        
    
Einen Höhepunkt des Tages bildet die Zisterzienserabtei Sénanque
Die Abtei wurde 1148 von Zisterziensermönchen aus der Abtei Mazan im Vivarais gegründet. Bemerkenswert ist die für Zisterzienser typische asketische Strenge. Diese wurde nicht nur in ihren Klosterregeln sondern auch in der Architektur deutlich.
Diesem Ideal entspricht das schmucklos-schlichte Kloster Sénanque.
Bereits vier Jahre nach der Gründung 1148 war das Kloster derart gewachsen, dass von hier aus ein Tochterkloster (Kloster Les Chambons) im Vivarais gegründet werden konnte.
 In der französischen Revolution wurde es 1791 als Staatseigentum („bien national“) verkauft, was es vor der Zerstörung bewahrte. Das Kloster ist heute ein abhängiges Priorat der Abtei Lérins. Im Sommer 2009 lebten dort ein Prior und 5 Mönche                                                       .
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 Das Dormitorium, also der ursprüngliche Schlafsaal, war in Abschnitte für die einzelnen Mönche unterteilt. Die Umrisse der Zellen lassen sich noch auf dem Boden erkennen. Der Raum wurde nicht beheizt. Somit war es in der kalten Jahreszeit sehr ungemütlich. Als Betten nutzten die Mönche einfache Strohmatten. Das fast 30 Meter lange Dormitorium besitzt ein einziges durchgehendes Spitztonnengewölbe (entstanden nach 1170). Die Mauern sind 1,30 Meter dick.                                                  
Der Kreuzgang besitzt in jedem Flügel vier große Bögen, die wiederum aus je drei kleineren, durch Doppelsäulen voneinander getrennten Arkaden bestehen. Die so erzielte Gesamtzahl von zwölf Bögen hat die symbolische Bedeutung der Fülle (vgl. Zwölf Stämme Israels, die zwölf Apostel).                                                     
                  


In Avignon, dem letzten Ziel des heutigen Tages, steuern wir gleich den Papstpalast an:
Der Papstpalast in Avignon (frz. Palais des Papes) war zwischen 1335 und 1430 die Residenz verschiedener Päpste und Gegenpäpste. 1309 siedelte sich der Papst Clemens V. hier an. Sechs weitere Päpste und fünf Gegenpäpste haben nach ihm in Avignon residiert.

 
                       
        
Im Kreuzgang des Palastes war gerade ein Rosenausstellung im Gange
                    

Der Speisesaal des Palastes besitzt ein großes Tonnengewölbe aus Holz, er hat eine Länge von 48 Metern und eine Breite von 10 Metern, wodurch eine sehr große Gesellschaft fürstlich verköstigt werden konnte. Die Tatsache, dass ausgerechnet der Speisesaal der größte Raum des Palastes ist, ist bezeichnend für die Situation der Kurie im 14. Jahrhundert.


 
Aus kunstgeschichtlicher Sicht ist das sogenannte Hirschzimmer, das 1343 mit weltlichen Jagdszenen ausgemalt wurde, einer der wichtigsten Räume.
Während die anderen Säle ausschließlich mit religiösen Themen geschmückt waren, wurde in dem Raum mit quadratischem Grundriss ein profanes Thema dargestellt, das damals sehr populär war: die Jagd in ihren verschiedenen Gattungen – von der Falkenjagd bis zur Jagd mit den Hunden. Seinen Namen erhielt das Zimmer von einer Darstellung an der Westseite, die einen jagenden Windhund zeigt, wie er einen Hirsch mit den Zähnen reißt. Die Nordwand hingegen schmückt eine Szene der Angeljagd mit vier an einem Fischweiher gruppierten Personen. Der Maler dieser 1343 entstandenen Fresken ist unbekannt
 
 
Wenn man die Altstadt verlässt und sich den Uferböschungen zuwendet, gelangt man zur berühmten steinernen Brücke von Avignon, der Pont Saint-Bénézet. Von ihren zweiundzwanzig Brückenbogen, die im 14. Jahrhundert über die Rhône gebaut wurden, hielten der Flut von 1668 nur vier Bogen stand, so dass die Brücke heute im Fluss endet. Das Bauwerk, das eine erstmals im 12. Jahrhundert errichtete und mehrfach erneuerte Holzkonstruktion ersetzte, ist durch das Volkslied Sur le pont d’Avignon, … (Auf der Brück' von Avignon, …) bekannt geworden.                                               
 
                            
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