Anschließend besuchen wir das mittelalterliche Städtchen Uzés. Am Fuße der Stadt liegt das kleine Tal der Eure, wo die Quelle des Flüsschens gleichen Namens entspringt, dessen Wasser mit der römischen Wasserleitung die Stadt Nîmes versorgte. Die Stadt liegt auf einem Hügel im Dreieck der Städte Alès (32 km) im Nordwesten, Avignon (40 km) im Osten und Nîmes (22 km) im Süden gebildeten Dreieck..
Tour Fenestrelle, der 42m hohe romanische Glockenturm der zerstörten romanischen Kathedrale Saint-Théodorit in Uzés, die heutige Kathedrale stammt aus dem 17.Jh.
Die 1160 gebaute Orgel ist mit Läden umrahmt, die während der Fastenzeit geschlossen wurden, sie zählt zu den schönsten Orgeln Frankreichs
Die kleine Stadt wird vom Feudalschloss Duché der Herzöge von Uzés aus dem 13. bis 14. Jh. beherrscht
Im Innenhof eine prächtige Renaissancefacade von Philibert Delorme aus 1550
In Nimes halten wir vor dem gut erhaltenden römischen Tempel Maison Carrée, der in der Zeit Augustus entstand und heute ein Wahrzeichen Nimes bildet
Das Stadtbild von Nimes wird natürlich - zumindest aus der Luft - vom Amphitheater geprägt
Das letzte Ziel heute ist Arles, die Stadt "vor den Sümpfen" (Ar-laith) wie die Kelten den Ort nannten.
Gaius Julius Caesar machte 46 v Chr das heutige Arles zu einer Militärkolonie
Mit St. Trophime steht hier die schönste romanische Kirche der Provence. Die erste Basilika, eine Stephanskirche wurde im 8.Jh von den Sarazenen zerstört - ab 700 n. Chr. drangen die ersten islamischen Völker ein.
In der Karoligerzeit begann der Wiederaufbau und 1152 wurden die Reliquien des Hl. Trophime überführt, dem zugleich die Kirche geweiht wurde. Am 30. Juli 1178 wurde Friedrich Barbarossa hier gekrönt und König René hat hier Jeanne de Laval geheiratet
Das Glanzstück der Hauptfassade bildet das Doppelportal mit reichem plastischen Bildschmuck. Es enstand um 1180 und ähnelt dem Portal der Kirche von St. Gilles.
In der Lunette über dem Architrav ist Christus auf dem Thron umgeben von den vier Evangelisten dargestellt, darunter in sitzender Position die 12 Apostel
Der Kreuzgang der Kirche bildet ein besonderes Juwel, an den Säulen werden Apostel und Heilige dargestellt: an dieser Säule Petrus, der hl. Trophime (in Zentrum des Bildes) und der Evangelist Johannes (rechts)
Sakral- und Profanbauten halten sich in Arles in Punkte Schönheit die Waage z.B. am Place de la Republik mit dem Hôtel de Ville, mit einer Fassade aus dem 17. Jh. und einem Uhrturm aus dem 16.Jh., der eine Statue des Gottes Mars (Bronzemann) an der Spitze trägt.
Links vom Hôtel de Ville das Museum heidnischer Kunst, das seit 1805 in der ehem. Kirche Ste-Anne untergebracht ist, und dem Obelisk aus dem 17.Jh, der früher im römischen Zirkus das Ziel der Wagenrennen markierte
Natürlich müssen wir in Arles auch Vincent van Gogh unsere Referenz erweisen, der 1888-89 hier lebte. Schließlich stammen nicht weniger als 200 Gemälde und 100 Zeichnungen aus dieser Schaffensperiode. Das "Gelbe Haus" in dem der Maler wohnte wurde leider zerstört. Wir besuchen aber den Garten des Spitals in Arles, den er malte

So wie das Cafe und die Zugbrücke

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